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„IM GESPRÄCH MIT FRAUEN AUS DER KUNST- UND KULTURSZENE“

8. März um 10:00 - 12:00

Im Frauenmonat März 2022 mit Lidija Krienzer-Radojević
Online zu sehen ab 8. März 2022 auf www.gkp.steiermark.at

Die Land-Art-Installation „Diva“ der brasilianischen Künstlerin Juliana Notari sorgte Anfang 2021 für internationale Aufregung. Dabei handelt es sich um eine Installation einer übergroßen Vulva, mit der die Künstlerin einen Dialog anstoßen wollte, der die Problematisierung von Geschlechtern thematisiert. Dafür erntete Notari viel Lob, aber auch heftige Kritik.

Provokationen wie diese finden sich auch in der europäischen Kunstgeschichte immer wieder – denkt man zum Beispiel an Valie Export oder Renate Bertlmann und ihre Zeitgenossinnen, die mit ihren Werken und Aktionen auf wichtige feministische Themen aufmerksam machten und die männerdominierte Kunstwelt und patriarchale Ansichten ins Wanken brachten.

UND AUCH 2022 GILT NOCH IMMER: „DAS PRIVATE IST POLITISCH“
Doch mehr als 50 Jahre später und von der Pandemie erneut angefacht, werden stereotype Rollenzuweisungen und Gleichstellung noch immer diskutiert!
Die Studie „Zur sozialen Lage der Künstler und Künstlerinnen in Österreich“ deckte teils enorme Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern auf. Zum Beispiel zeigte sich, dass Künstlerinnen durch ihre private Lebenssituation das Recht auf Familie aufgrund unsicherer Beschäftigungs- und Einkommensperspektiven als „nicht lebbar“ und hohe Belastung wahrnehmen. Auch der vom Weltwirtschaftsforum erstellte „Global Gender Gap Report“ konfrontiert uns jährlich mit erschreckenden Zahlen.

KANN FRAU SICH KULTURARBEIT ÜBERHAUPT LEISTEN?
Mit der Reihe „Im Gespräch mit Frauen aus der Kunst- und Kulturszene“ haken wir genau bei diesen Themenfeldern ein und sprechen mit Frauen aus dem Kunst- und Kulturbereich über feministische Meilensteine und Hürden in der jüngeren Geschichte. Auch gehen wir der Frage nach, wie sich durch die Auswirkungen der aktuellen gesellschaftspolitischen Maßnahmen, Alltag und Berufsleben von Künstlerinnen und Kulturarbeiterinnen verändert hat.
Wir werde aber auch in die Zukunft blicken und gemeinsam im Gespräch überlegen, wie wir die Welt retten können!

ZUR GESPRÄCHSREIHE
Im Februar 2021 starteten wir die Online-Gesprächsreihe, die Kunst- und Kulturakteurinnen in den Mittelpunkt rückt. Ein Jahr später haben wir bereits Interviews mit acht Frauen geführt, auf die wir im Zuge des Frauenmonats März 2022 erneut hinweisen.
https://www.gkp.steiermark.at/cms/beitrag/12828636/57858558/

Was die Gesprächsreihe ausmacht? Die Gespräche werden auf einer sehr persönlichen, ehrlichen und freundschaftlichen Ebene geführt. Dadurch entsteht trotz des virtuellen Tête-à-Têtes ein safe space und hebt dadurch den Menschen in den Vordergrund – abgedroschene Floskeln: Fehlanzeige.

Es kommen laufend neue Folgen dazu – stay tuned.

Lidija Krienzer-Radojević (1979, Masterstudium der Kulturanthropologie) ist Doktorratsstudentin an der Kunstuniversität Linz, hat einen Lehrauftrag am Institut für Zeitgenössische Kunst der TU Graz und ist Geschäftsführerin der IG Kultur Steiermark. Bis 2014 war sie Angestellte der Universität Ljubljana, sowie Mitarbeiterin der Workers and Punks‘ University Ljubljana, einer informellen Bildungsplattform, für die sie unterschiedliche Ausbildungsformate entwickelt hat, sie hat auf Radio Student, Ljubljana eine Radiosendung gestaltet und das Programm des Femi-queerfestival Red Dawns, Ljubljana, mit-konzipiert. Ihre akademischen Erfahrungen umfassen Forschungsaufträge, das Schreiben von Beiträgen und das Abhalten von Vorträgen. Im Kultur- und Kunstbereich ist sie einerseits als Kuratorin tätig, andererseits wirkt sie mit ihren Beiträgen an Ausstellungen mit und erarbeitet in diesem Rahmen auch Kulturvermittlungsprogramme.

Details

Datum:
8. März
Zeit:
10:00 - 12:00
Webseite:
www.gkp.steiermark.at

Veranstalter

Steirische Gesellschaft für Kulturpolitik
Veranstalter-Website anzeigen

Veranstaltungsort

Online